Vollladung oder Sammelgut: Ein Vergleich für Verlader in Deutschland. Kosten, Laufzeiten und Entscheidungskriterien für FTL und LTL.
FTL oder LTL? Entscheidungshilfe für Verlader
Die Wahl zwischen Vollladung (FTL) und Sammelgut (LTL) beeinflusst erheblich die Transportkosten und Lieferzeiten.
FTL – Vollladung
Bei FTL mietet der Verlader die gesamte Ladekapazität eines Lkw (bis 24 t / 13,6 m Länge) exklusiv an.
Geeignet für FTL, wenn:
Die Ladung mehr als 70% der Ladefläche belegt.
Sensible Güter (Glas, Elektronik, Pharma) keinen Umladeprozess vertragen.
Schnelle Laufzeiten ohne Umweg über Lagerterminals gefordert sind.
Typische FTL-Raten (Deutschland → Ukraine, 2026):
| Route | Frachtsatz (EUR) |
|---|---|
| Ruhrgebiet → Kiew | 2.900 – 3.300 |
| München → Lwiw | 2.700 – 3.100 |
LTL – Sammelgut
Bei LTL wird die Lkw-Kapazität von mehreren Versendern gemeinsam genutzt. Die Güter werden in Sammellagern (z. B. Kühne+Nagel, DB Schenker, DHL Freight) konsolidiert.
Geeignet für LTL, wenn:
Die Sendung weniger als 10 Tonnen oder 15 Lademeter umfasst.
Flexible Laufzeiten akzeptabel sind.

