ADR-Gefahrgutvorschriften für Lkw-Fahrer und Speditionen in Deutschland. Schulungen, ADR-Bescheinigung, Kennzeichnung und DGUV-Verantwortung.
Gefahrguttransport nach ADR: Vorschriften für deutsche Transportunternehmen 2026
Das ADR-Übereinkommen (Accord relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route) regelt den grenzüberschreitenden Transport gefährlicher Güter auf der Straße. In Deutschland wird es durch das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) und die GGVSEB-Verordnung umgesetzt.
Gefahrgutklassen (ADR 2025)
| Klasse | Kategorie | Beispiele |
|---|---|---|
| 2 | Gase | Flüssiggas, Sauerstoff, Acetylen |
| 3 | Entzündbare Flüssigkeiten | Kraftstoff, Ethanol |
| 6.1 | Giftige Stoffe | Pflanzenschutzmittel |
| 8 | Ätzende Stoffe | Schwefelsäure, Natronlauge |
| 9 | Sonstige | Lithium-Akkus, Trockeneis |
Pflichten des Fahrzeugführers
ADR-Schulungsbescheinigung – obligatorisch für bestimmte Gefahrgutmengen. Gültigkeit: 5 Jahre.
Orangefarbene Tafeln – mit Gefahrnummer (Kemler-Zahl) und UN-Nummer.
Gefährliche-Güter-Ausrüstung – Feuerlöscher, Warnweste, Taschenlampe, Stoppschuhe.
Sicherheitsberater für Gefahrgut (DGSA)
Unternehmen, die regelmäßig Gefahrgut befördern, müssen einen Sicherheitsberater (DGUV) benennen. Kontrollen erfolgen durch das BAG (Bundesamt für Güterverkehr).


